Der folgende Text beschäftigt sich mit
dem Verhältnis von Psychoanalyse und kritischer Gesellschaftstheorie
beispielhaft an der Theorie des „autoritär-masochistischen Charakters“
von Erich Fromm.
von H. Götte
1.1) Einleitung
2.1) Ausgangssituation: Gesellschaftstheorie und Psychoanalyse
2.2) Analytische Sozialpsychologie
2.3) Der autoritär-masochistische Charakter
2.4) Unterschiede und Analogien zwischen Freud und Fromm
3.1) Fazit
4.1) Literaturverzeichnis
1.1) Einleitung
Um diese „Weiterentwicklung“ geht es im Folgenden. Dabei ist es nötig den zu untersuchenden Gegenstand auf die Thesen des „jungen“ Erich Fromm zu beschränken, auch wenn seine Arbeit eine Würdigung vor allem in der weiteren Entwicklung der Theorie des autoritären Charakters und der sozialpsychologischen Herleitung des Antisemitismus durch die kritische Theorie2, vor allem durch Max Horkheimer und Theodor W. Adorno, erhalten hat. Diese Thesen sollen höchstens am Rand eine Rolle spielen, sofern sie zum Verständnis nötig sind. Um Fromms Theorie der „autoritär-masochistische Charakterstruktur“ in ihrer ursprünglichen Fragestellung abzubilden, werden zuerst die Voraussetzungen und Kategorien seiner Ausgangs-position dargestellt. Daran anschließend dann der Kern und die Konsequenzen seiner Thesen, unter besonderer Berücksichtigung des alternierenden Verhältnisses von Freudscher Psychoanalyse und kritischer Gesellschaftstheorie. Nach dieser, so vollständig wie möglich angelegten Darstellung sollen die Differenzen bezüglich der Grundannahmen zwischen Freud und Fromm herausgearbeitet werden, die Frage beantwortet werden, ob es sich bei Fromms Thesen um eine „Erweiterung“ oder „Verstümmelung“ von Freuds Studien handelt und neben der bereits erwähnten Eingangsthese, dass Freud das adäquate Verständnis von (kapitalistischer) Gesellschaft fehlt, offengelegt werden, inwiefern die kritische Theorie die Psychoanalyse erst zu sich selbst gebracht hat und gegen die Gesellschaft des „falschen Leben[s]“ (Adorno 1997a, 18) pointiert hat.
2.1) Ausgangssituation: Gesellschaftstheorie und Psychoanalyse
2.2) Analytische Sozialpsychologie
Die erste Grundlage für die Fruchtbarmachung der Psychoanalyse im Zuge der Auseinandersetzung mit kritischer Gesellschaftstheorie, ist die Einordnung der Psychoanalyse durch Erich Fromm als „materialistische Wissenschaft[en]“ (Fromm 1989, 41). Denn die Psychoanalyse geht Fromm zufolge „[...] nicht von ‚Ideen‘, sondern vom irdischen Leben, von Bedürfnissen aus.“ (1989, 41). Diese zunächst sich evident gebende Erkenntnis offenbart ihre Durchschlagskraft erst im Hinblick auf den von Karl Marx begründeten Modus der Kritik am Skandal des Selbstwiderspruchs der Gattung, der Herrschaft des Menschen über den Menschen (vgl. Bruhn 2003), so nämlich kann die Psychoanalyse über sich selbst hinaus zum verlängerten Arm der Marxschen Kritik werden. Denn aus diesem Winkel betrachtet ist die Psychoanalyse Aufklärung im materialistischen Sinne, will sie doch die Zerissenheit des Menschen mit der (wenn auch „schlechten“ oder „falschen“ (vgl. Adorno 1997a, 18)) Allgemeinheit oder allgemeiner, mit der Natur3 versöhnen.
Sigmund Freud geht weder von einem simplifizierenden „sozialen Trieb“ (vgl. Fromm 1989, 41) aus, noch nimmt er als Gegenstand seiner Untersuchung eine soziales Gefüge, eine Gruppe oder gar „die Gesellschaft“ an. Eine Gruppe ist für Freud eine Summe aus Individuen, welche eben nur für sich Träger psychischer Eigenschaften als solche sind (vgl. Freud 2007, 33). Besonderheiten wie jene, die Freud in „Massenpsychologie und Ich-Analyse“ darlegt einmal ausgenommen, soll es zunächst um die grundsätzliche Triebstruktur der Subjekte gehen. Diese wiederum ist Freud folgend aus dem „[...] Lebensschicksal der ersten Kindheitsjahre [...]“ (Fromm 1989, 42) zu erklären und dieser Argumentation folgt auch Fromm. Der Punkt nun aber ist, dass während sich für Freud an dieser Stelle das „Lebensschicksal“ des Kindes als relativ getrennt von der Gesellschaft betrachten lässt, für Erich Fromm gerade hier die Gesellschaft mit ihrer „sozial-ökonomischen Struktur“ (1989, 42), mit all ihren Gewohnheiten, Werten und auch Ideologien die Charakterstruktur des Kindes prägt: „Die Familie ist das Medium, durch das die Gesellschaft bzw. die Klasse ihre entsprechende, für sie spezifische Struktur dem Kind und damit dem Erwachsenen aufprägt; die Familie ist die psychologisch Agentur der Gesellschaft.“ (1989, 42). Die spezifische Familie, die Freud untersucht, ist eben die patriarchale, bürgerlich-kapitalistische zu Anfang des 20. Jahrhunderts und zudem die einer bestimmten Schicht oder Klasse. Dies mag ebenfalls evident anmuten, ist es aber mitnichten. Schließlich geht es Freud nicht um Sozialpsychologie, sondern um die Heilung eines Individuums in seiner spezifischen Situation. Es ist also keineswegs verwunderlich warum Sigmund Freud mit seiner Forschung Mechanismen und Wirkungsweisen der Charakterstrukturierung offenlegte ohne ihre Wirkmächtigkeit in Gänze zu begreifen: „Die psychoanalytischen Forscher hatten hier nur ein Vorurteil, das die mit allen andern bürgerlichen - auch den fortschrittlichen - Forschern teilen: die Verabsolutierung der bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaft und den mehr oder deutlich bewußten Glauben, daß sie die ‚normale‘ Gesellschaft und die in ihr vorzufindenden psychischen Tatbestände die für ‚die‘ Gesellschaft überhaupt typisch seien.“ (1989, 43). Somit ist die (Psycho-) Analyse als Therapieform vielfach erfolgreich und für das Individuum mit seinen spezifischen, zumeist aus der Kindheit rührenden Neurosen hilfreich, jedoch folgert Fromm im Unterschied zu Freud die psychischen Probleme nicht als im Gattungswesen Mensch verankert, sondern als durch die Gesellschaft und die sie durchziehenden sozialen und ökonomischen Strukturen bedingt. Von den Symptomen einer gesellschaftlichen Gruppe unter spezifischen, historischen Voraussetzungen auf alle Menschen zu schließen, hieße demnach die Tatsachen auf den Kopf zu stellen, hieße „[...] anstatt zu analysieren, [zu] analogisieren [...]“ (1989, 44).
Bei Erich Fromm ist der Triebapparat der Menschen, genauso wie bei Freud, weitgehend modifizierbar, wobei jedoch die ökonomischen Bedingungen die primär formenden sind und die Familie als wesentliches Medium zur Vermittlung und Beeinflussung auftritt (vgl. 1989, 46). Die Aufgabe der Sozialpsychologie besteht folgerichtig darin, „[...]die gemeinsamen - sozial relevanten - seelischen Haltungen und Ideologien - und insbesondere deren unbewußte Wurzeln - aus der Einwirkung der ökonomischen Bedingungen auf die libidinösen Strebungen zu erklären.“ (1989, 44).
Die Verschränkung von Psychoanalyse und „historischem Materialismus“ leitet Fromm aber nicht nur von der Seite der Psychoanalyse her. Er betont, dass Karl Marx bei seiner Analyse keine „[...] wissenschaftlich materialistische Psychologie zur Verfügung [...]“ (1989, 49) stand, der Wahrheitsgehalt der Analyse aber dennoch darin liegt, dass eine strukturelle Analyse des Kapitalismus und seiner Mechanismen auch ohne Psychologie möglich ist. Diese Analyse wiederum kommt dann an ihr Ende, wenn die (kapitalistische) Zweckrationalität sich im „Menschenkopf“ (vgl. 1989, 51) umsetzt. Zur Erklärung derartiger Prozesse und ihrer Produkte, etwa Ideologien, haben Theoretiker wie Eduard Bernstein oder Karl Kautsky verkürzte „idealisierte Ersatzpsychologien“ erfunden, deren „sozialer Trieb“ die Moral einer Gesellschaft mit Psychologie vertauscht (vgl. 1989, 53). Dem entgegengestellt sei etwa der Parteisozialismus der östlichen Blockstaaten, der der Psychologie grundsätzlich wenig Beachtung schenkt und jedwede Erscheinungen einer Gesellschaft aus ökonomischen Mechanismen herleitet (vgl. 1989, 53).
Mit der Psychoanalyse Sigmund Freuds nun, kann herausgearbeitet werden, „[...] daß die Ideologien die Produkte von bestimmten Wünschen, Triebregungen, Interessen, Bedürfnissen sind, [...] diese Triebregungen selbst zwar einerseits auf der Basis biologisch bedingter Triebe erwachsen, aber weitgehend ihre Quantität und ihrem Inhalt nach von der sozial-ökonomischen Situation des Individuums bzw. seiner Klasse geprägt sind.“ (1989, 51). Zum Stoffwechsel-Begriff von Marx (vgl. Marx 1973, 57), der den Austausch des Menschen mit der Natur zu seinen Gunsten („Arbeit“) bezeichnet, kommt somit ein weiterer Begriff vom Stoffwechsel, der innerhalb der gesellschaftlich vermittelten Organisation des Ersteren angesiedelt ist: „Dabei ist ganz besonders zu betonen, daß dieser ‚Stoffwechsel‘ zwischen Triebwelt und Umwelt dazu führt, daß sich der Mensch als solcher verändert, genauso wie die ‚Arbeit‘ die außermenschliche Natur verändert.“ (Fromm 1989, 51). Die Richtung dieser Veränderung lässt Fromm bewusst offen, zu verschiedentlich kann sie sich äußern, deutet aber einen Zusammenhang mit der von Freud dargestellten Herausbildung einer Ich-Organisation und der Fähigkeit zur Trieb-Sublimierungsfähigkeit an (vgl. Fromm 1989, 52).
Psychoanalyse und eine kritische Theorie der Gesellschaft befinden sich also nicht zwangsläufig in einem Widerspruch zueinander. Zwar können sie auch allein für sich genommen „funktionieren“, etwa die Psychoanalyse bezüglich der individuellen Therapie, dennoch bildet erst die Verschränkung die Möglichkeit zum Erkenntnis-gewinn über den „Kitt“ der Gesellschaft, „[...] eine Verfeinerung der Methode, eine Erweiterung der Kenntnis der im gesellschaftlichen Prozeß wirksamen Kräfte, [...] als auch in der Prognose künftigen gesellschaftlichen Geschehens und speziell das vollkommene Verständnis der Produktion der Ideologien.“ (1989, 52). Sigmund Freud hat also mit der Analyse des „seelischen Stoffwechsels“ des Menschen den Theoretikern der kritischen Theorie eine Möglichkeit an die Hand gegeben um zu analysieren wie die von Marx skizzierten Strukturen und Verhältnisse im „Menschenkopf“ sich umsetzen und wirken. Die Frage warum Menschen sich Autoritäten (scheinbar) freiwillig unterwerfen oder irrationale Ideologien annehmen, die ihren „objektiven“ Interessen widerstreben soll somit ohne biologistische oder verklärende Annahmen von einem „sozialen Trieb“ oder „sozialem Gen“ untersucht werden.
2.3) Der autoritär-masochistische Charakter
Das Kind, das in die Welt gesetzt wird, macht einen ähnlichen Prozess durch wie die Menschheit in ihrer bisherigen Entwicklung. Sie treten aus der Natur hervor, in der sie bisher „[...] kein Ich, das etwas von der Außenwelt Unterschiedenes wäre [...]“ (Radonic 2006, 85), hatten. Diese Individuation (vgl. Fromm 2008, 24) löst Bindungen und Verwurzelungen, im (Ideal-) Fall des Kindes und seiner Mutter langsam und durch die Erziehung vermittelt, im Falle der allgemeinen Menschheit ist dieser Prozess bereits (scheinbar) an einem Höhepunkt angelangt (vgl. 2008, 24). Gleichfalls aber lösen sich auch die Sicherheiten: Beim Kind die Sicherheit der Befriedigung der Triebe durch die Mutter und im historischen Bilde des Menschen die „Sicherheiten“ einer nach festgelegten Regeln in Ständen aufgeteilten Gesellschaft und der damit verbunden relativen Festigkeit eines einzelnen Lebens4.
An die Stelle eines festgefügten Regelwerkes der Gesellschaft, in der jeder Mensch zwar seinen Platz hat, aber gleichzeitig auch eine damit verbundene Sicherheit seiner Triebbefriedigung, tritt nun das „Doppelgesicht der Freiheit“ (vgl. Fromm 2008, 51). Dieses „Doppelgesicht“ besteht einerseits aus der Freiheit von Ständezugehörigkeit, persönlichen, religiösen, wirtschaftlichen und politischen Freiheiten, genauso wie aus der Freiheit (im Sinne von „Fehlen“) von den Möglichkeiten seiner eigenen Bedürfnisbefriedigung (Produktionsmitteln): „Der Mensch wird ohne die für ein zweckmäßiges Handeln geeignete Ausrüstung [...] geboren.“ (2008, 30). Für die allermeisten Menschen also, zumindest die, die keinen nennenswerten Kapitalbesitz ihr Eigen nennen, gilt es demnach ihre „[...] eigne Haut zu Markt[e] [...]“ (Marx 1973, 191) zu tragen, die letzte Ware, die sie besitzen am „Markt“ zu veräußern, nämlich ihre Arbeitskraft. Ob diese wiederum erfolgreich verwertet werden kann, ob sie jemand kauft und ob ihr Erlös für die Triebbefriedigung genügt, steht ausserhalb des Einflussbereiches der Individuen, vielmehr stehen diese somit der Ohnmacht ihrer eigenen Subjektkonstitution gegenüber. Hier setzt sich die ökonomische Struktur der Gesellschaft psychologisch im „Menschenkopf“ um: „Die gesellschaftliche Re-produktion ist für das Individuum nicht durchschaubar und erscheint willkürlich. Die Erfordernisse der Selbsterhaltung erzwingen aus diesen Gründen eine neue narzißtische Besetzung der eigenen Person.“ (Radonic 2006, 86). Mit dieser „neuen narzisstischen Besetzung“ ist gemeint, dass es bei einem Kind nach der ersten Erfahrung des Ausbleibens der Mutter zwangsläufig zu einer Kränkung des primären Narzissmus kommt. Die Erfahrung der Unfähigkeit der Selbsterhaltung aus eigener Kraft in der kapitalistischen Gesellschaft führt demnach zu dieser „neuen narzisstischen Kränkung“. Narzisstisch besetzen wiederum muss sich das Individuum stetig aus Gründen der Selbsterhaltung. Wie versucht wurde zu zeigen, ist jedoch eine ständige Kränkung dieses Narzissmus gar nicht zu verhindern, sofern die Gesellschaft so eingerichtet ist, dass das Individuum nicht aus sich selbst heraus seiner Reproduktion fähig ist.
Die Erfahrung der Freiheit als Ohnmacht schließlich führt zu Fluchtversuchen, der gekränkte Narzissmus kann ob der Dauerkränkung nicht als Ohnmacht verarbeitet werden, sondern wird zum Gefühl verarbeitet und psychologisch sedimentiert (vgl. Adorno; zit. nach Radonic 2006, 87). Der persönliche Erfolg des Individuums, gesellschaftlich konnotiert etwa als erfolgreicher „Manager“, kann diese Kränkung aufheben und im Gegenteil den Narzissmus positiv aufwerten. Doch auch dieser Erfolg ist nie garantiert, er ist immerzu prekär. Eine übergeordnete Macht oder Autorität bietet den Individuen nun Sicherheit vor Existenzangst und das Aufgehen zu einem „höheren Zweck“ in Größe und Macht als kollektiver Narzissmus an: „Die masochistischen Strebungen zielen darauf ab, unter Preisgabe der Individualität der eigenen Persönlichkeit und unter Verzicht auf eigenes Glück das Individuum an die Macht hinzugeben, sich in ihr gleichsam aufzulösen und in dieser Hingabe, [...] Lust und Befriedigung zu finden.“ (Fromm 1987, 115).
Eine Autorität, gemeint ist hier ein Autoritätsverhältnis „[...] auf der Grundlage widersprechenden Interesses“ (1987, 112), also keine Schüler-Lehrer oder Kind-Eltern Verhältnisse, bietet dem Individuum nun anders als der „freien Markt“ Sicherheit. Dazu allerdings muss die Autorität als eine unerschütterliche zumindest erscheinen, denn infolge einer Objektspaltung der verdrängten Triebe unterscheidet der autoritär-masochistische Charakter zwischen unerschütterlichen Autoritäten, die er liebt, die ihm Sicherheit geben und zu denen er gleichzeitig aus Furcht nicht zu Widerstand fähig ist und denen, die ihm schwach erscheinen, die er hasst und die er im Sinne einer „pathischen Projektion“ (vgl. Radonic 2006, 87) mit seinen eigenen Versagungen und verdrängten Wünschen auflädt (vgl. Fromm 1987, 128). Im Wunsch nach Sicherheit, nach einer Eigenschaft die nicht durch äußere Einflüsse geändert werden kann wie das Dasein als „erfolgreicher Manager“, bietet sich eine Eigenschaft an, die im Sein versichert ist, eine Art „ontologischer Anker“. Derartige „Anker“, etwa „Rasse“ oder „Geschlecht“5 bieten demnach eine Sicherheit gegenüber der Unsicherheit, den konjunkturellen Schwankungen des Marktes. Sie sind immer präsent, unmöglich sie als narzisstische Besetzung zu kränken.
Das Aufgehen in einem „höheren Zweck“ berührt den soeben dargelegten Zusammenhang, etwa betreffend dem Erhalt des Kollektivs, der „weißen“ oder „arischen Rasse“: „Diese narzisstische ‚Ersatzbefriedigung‘ durch masochistische Hingabe an eine höhere, gewaltige Macht wird nicht nur durch das Verhältnis zum Herrscher, sondern auch durch das Partizipieren am Glanz der Nation oder Rasse erreicht. Je höher der Einzelne die Macht und den Glanz der Gewalt einschätzt, an der er partizipiert, desto größer ist seine Befriedigung.“ (Fromm 1987, 125). Es handelt sich also nicht um eine aufgesetzte, mit offener Gewalt erzwungene Verinnerlichung der Autorität. Das Spezifische ist gerade die Sehnsucht der Individuen nach Autorität um mit ihrer Übernahme, dem Aufgehen in ihr, die Zerissenheit der eigenen Leidenschaften und Triebe zu versöhnen, indem die mit libidinöser Energie aufgeladene Selbstliebe auf die Autorität übertragen wird.
Dieser Vorgang ist masochistisch, weil er die Selbstauslöschung zwingend voraussetzt: „Die masochistischen Strebungen zielen darauf ab, unter Preisgabe der Individualität der eigenen Persönlichkeit und unter Verzicht auf eigenes Glück das Individuum an die Macht hinzugeben, sich in ihr gleichsam aufzulösen und in dieser Hingabe, die in den pathologischen Fällen bis zum Erleiden körperlicher Schmerzen geht, Befriedigung zu finden.“ (1987, 115). Fromm zufolge ist der autoritär-masochistische Charakter aber nicht nur masochistisch, sondern gleichfalls sadistisch: „Vom Unterschied zwischen einem sadistischen und masochistischem Charakter kann man nur in dem Sinn sprechen, dass in einem Fall mehr die masochistischen, im andern mehr die sadistischen Tendenzen verdrängt sind und die jeweils entgegengesetzten im Verhalten stärker zum Ausdruck kommen.“ (1987, 114 ff). Die notwendige Existenz einer sadistischen Charakterstruktur meint weder bei Fromm noch bei Freud nur eine sexualisierte Gewaltanwendung zum Lustgewinn, sondern geht viel weiter. Es ist der leidenschaftliche Wunsch ein anderes Lebewesen vollständig zum Gegenstand der eigenen Kontrolle zu machen, es zu beherrschen, durch es hindurch zu wirken. Dadurch wird eine Allmacht erreicht, die durch die masochistische Selbstauslöschung verdrängten Triebe und Leidenschaften wieder zum Vorschein bringt. Denn die Selbstauslöschung zugunsten einer Autorität führt nicht nur zu Liebe gegenüber der Autorität, sondern ebenfalls zu Hass, dieser jedoch ist gewöhnlich verdrängt (vgl. 1987, 116): „Häufig kommt die Ambivalenz so zum Ausdruck, dass die Mächtigen gleichsam geteilt werden. Die einen erhalten alle guten Eigenschaften zugesprochen und werden geliebt, die andern alle schlechten und werden gehasst. Beispiele hierfür sind der Hass gegen die Götter fremder Religionen, [...] gegen das Finanzkapital im Gegensatz zum „schaffenden Kapital oder die Auflehnung gegen den Vater bei extremer Fügsamkeit und Unterordnung unter einen Führer.“ (1987, 116).
Somit ist in den Grundzügen skizziert worden, was Erich Fromm unter einer autoritär-masochistischen Charakterstruktur verstanden wissen möchte und welchen Anteil die Psychoanalyse Sigmund Freuds an der Möglichkeit zum Verständnis dieser zu leisten imstande ist, insbesondere unter den Vorzeichen einer kritischen Betrachtung der kapitalistischen Vergesellschaftungsweise. Dennoch ist auch die autoritär-masochistische Charakterstruktur kein determinierter Mechanismus, sie beschreibt nicht durchgängig alle Menschen - auch wenn sie als Struktur zumindest als latente Möglichkeit gesellschaftlich angelegt ist (wie nicht zuletzt die faschistischen Bewegungen des 20. Jahrhunderts gezeigt haben (vgl. Adorno 1995, 323)). Erich Fromm beschreibt das „Lebensschicksal“ des Kindes auch hier als zentralen Punkt der Entscheidung darüber, ob das Individuum tendenziell mehr oder weniger stark anfällig für die Übernahme von Autorität, Herrschaft und irrationalen Ideologien ist. Eine betont autoritäre Erziehung mit großer Gewichtung auf Disziplin kann eine gelungene Über-Ich-Integration beeinträchtigen: Diese „Kinder sind nicht in der Lage, ein festes Ich herauszubilden, das einen gelungenen Ausgleich der vom Es ausgehenden Triebregungen und der im Über-Ich verankerten gesellschaftlichen Normen und Zwängen herstellen kann. Die so entstandene Ich-Schwäche prädisponiert die Individuen dazu, sich in Denken und Handeln mehr an äußeren Autoritäten und Konventionen zu orientieren, als eigenen Urteilen zu folgen, beziehungsweise eigene Urteile überhaupt zustande zu bringen.“ (Radonic 2006, 85). Demnach ist eine Erziehung zur Mündigkeit paradoxerweise jene, die das Kind auf die Versagungen und narzisstischen Kränkungen, die es unausweichlich erfahren wird, gut vorbereitet (vgl. Fromm 1987, 102). Zusätzlich zu dieser Erklärung ist aber auch auf die Dimension des gesellschaftlichen Standpunktes hinzuweisen, so war z.B. historisch die unter der zunehmenden kapitalistischen Rationalisierung zum Aussterben verurteilte Schicht des Kleinbürgertums, ein besonders empfänglicher Adressat der Propaganda des deutschen Faschismus. Eine eindimensionale Erklärung greift daher angesichts einer hochkomplexen Gesellschaft zu kurz. Dennoch ist es mit der Theorie der autoritär-masochistischen Charakterstruktur möglich, zumindest tendenziell zu erklären, warum die Massen sich von „[...] plumper und augenzwinkernd unwahrer Propaganda [...]“ (Adorno 1997b, 95) einfangen lassen und an welche zu Bedürfnissen und Leidenschaften sedimentierten Triebe bei der autoritär-masochistischen Charakter-struktur hier appelliert wird.
2.4) Unterschiede und Analogien zwischen Fromm und Freud
Dem gegenüber stehen die zahlreichen Schriften und Entwürfe Freuds, die gerade bezüglich des Themas Religion nicht nur sprachliche Ähnlichkeit zu Fromm aufweisen, sondern zudem auch eine duale Struktur von Sehnsucht und Ohnmacht, die auch für den autoritär-masochistischen Charakter bezeichnend ist: „Für die religiösen Bedürfnisse scheint mir die Ableitung von der infantilen Hilflosigkeit und der durch sie geweckten Vatersehnsucht unabweisbar, zumal sich dies Gefühl nicht einfach aus dem kindlichen Leben fortsetzt, sondern durch die Angst vor der Übermacht des Schicksals dauernd erhalten wird.“ (Freud 1999, 430). Die Analogie, die Freud hier mit Fromm in der Analyse teilt ist beträchtlich, wenn auch die Psychologie hier psychologisch bleibt, und nicht die gesellschaftlichen Verhältnisse ins Visier nimmt, die Ursache von Vatersehnsucht und einer „Übermacht des Schicksals“ zumindest auch aus einer anderen Perspektive erklären könnte. Dennoch bleibt die Analyse insofern treffend, als dass es sich ja um tatsächliche Gefühle, um wirklich vorhandene seelische Zustände geht. Zudem sind Religion und Schicksal Kategorien, die Unterwerfung nicht nur möglich machen, sondern bedingen. Das Prinzip der Autorität greift auch hier, kann man in beiden „aufgehen“, „sich verlieren“. Bei Sigmund Freud wird dies zahlreich am Beispiel der Religion als Ersatzbefriedigung oder „Illusion“ deutlich, wenn er sich mit dem beschäftigt, was „[...] der gemeine Mann unter seiner Religion versteht, um das System von Lehren und Verheißungen, das ihm einerseits die Rätsel dieser Welt mit beneidenswerter Vollständigkeit aufklärt, anderseits ihm zusichert, daß eine sorgsame Vorsehung über sein Leben wachen und etwaige Versagungen in einer jenseitigen Existenz gutmachen wird.“ (Freud 1999, 431). Treffender ist das Konzept der Selbstauslöschung zu einem „höheren“ Zweck kaum zu beschreiben. So ist es auch nicht verwunderlich, wenn Erich Fromm in seinen Texten unentwegt Bezug auf Freuds Gedanken und Analysen nimmt, um sie in einem anderen Kontext zu neuer Aussagekraft zu bringen.
Auch ist der Begriff, den Sigmund Freud von Gesellschaft hat, viel ausgeprägter und differenzierter, als seine Analyse etwa des Ödipuskomplexes zunächst vermuten lassen. So ist die psychologische Wirkung einer Masse und ihrer Wirkung bei Freud bis hin zur Gruppenpsychologie eines Pogroms beschrieben und die regressiven Tendenzen der Massenbildung bekommen durch die Skizzierung einer autorität-masochistischen Charakterstruktur eine neue Dimension ihrer Wirkmächtigkeit und Aktualität (vgl. Freud 2007a, 41 ff). Dennoch ist der Begriff der Gesellschaft bei Freud jener, der die Summe der Individuen greift und unter Berücksichtigung dieser Masse ihre psychische Struktur untersucht. Den kritischen Begriff einer Vergesellschaftung unter dem Primat der Ökonomie (vgl. Adorno; zit. nach Radonic 2006, 80) kennt Freud nicht. Strukturprinzipien, die in der Verkehrung der Dinge, also von den Menschen angestoßenen Prozessen sich ihrer Kontrolle nicht nur entziehen, sondern sich gegenüber ihnen verkehren und als „natürlich“ erscheinen, spiegeln sich in dem Seelenleben der Menschen wieder und schaffen somit ein verklärtes Bild der Welt, dass zugleich jedoch höchst real ist. Jeder psychische Prozess ist somit Symptom der Form von Gesellschaft derer er entspringt. Einen derartigen Begriff von Gesellschaft haben die Forscher der kritischen Theorie und auch der „frühe“ Erich Fromm. Somit ist es ihnen möglich die Erkenntnisse der Psychoanalyse in diesem Sinn zu ergänzen.
3.1) Fazit
Das Eingangszitat von Sigmund Freud hebt seinen Untersuchungsgegenstand hervor. Dies ist das Individuum und sein Seelenleben. Das Individuum ist Träger seines Seelenlebens und weil es nicht wie Robinson Crusoe alleine auf einer Insel lebt, kommen in diesem Seelenleben auch „die anderen“ zum Tragen. Doch dies ist noch keine Gesellschaft, sagt nichts über die Organisation aus. Es könnte sich gleichsam um eine primitive Form von Gesellschaft handeln, wie um eine europäische Diktatur der Moderne. Eine wirkliche „Sozialpsychologie“ muss von dem einzelnen Individuum abstrahieren und berücksichtigen wie sich die Organisation des Stoffwechsels der Menschen mit der Natur darstellt, welche Werte und Normen sich herausgebildet haben und wie diese wiederum miteinander verwoben sind. Erich Fromm hat sich in dieser Disziplin mit Rückgriff auf Karl Marx geübt und versucht biologisierende und reduktionistische Tendenzen zu vermeiden, die, dass macht den Erkenntnisgewinn der kritischen Theorie aus, sich nicht auf „bürgerliche“ Theoretiker, sondern eben auch auf linke und gesellschaftskritische Menschen und den gesamten „Arbeiterbewegungs-marxismus“ erstreckten. Dabei ist jedoch zu betonen, dass Sigmund Freud durchaus einen Gesellschaftsbegriff hat und diesbezüglich vortreffliche Analysen liefert. Somit handelt es sich bei Erich Fromms Theorie des autoritär-masochistischem Charakter nicht um eine Negation Freuds, sondern um eine Erweiterung im besten Sinne einer Würdigung. Diese Verschränkung von Psychoanalyse und kritischer Gesellschafts-theorie bietet so begründet überhaupt erst die Möglichkeit zur Erklärung irrationaler Handlungsmuster und Ideologien. Ausgehend von der These, dass die Psychoanalyse das Individuum mit sich selbst (also zwangsläufig auch mit seiner Umgebung) versöhnen will, hat sie aufklärerisches Potenzial. Nicht im Sinne einer von Freud angedachten Versöhnung des Seelenlebens innerhalb der von Marx beschriebenen „falschen“ Verhältnisse, sondern im Sinne der Aufklärung über den Zusammenhalt der Totalität (vgl. Adorno 1997b, 95) und der damit verbundenen Möglichkeit einer Einrichtung des „Verein[s] freier Menschen“ (Marx 1973, 92) zumindest denken zu können.
Die Ausführungen können hier allein schon aus Gründen des Umfangs nur schemenhaft und skizzenartig sein. Nicht einmal das Theoriegebäude Erich Fromms, mit seinen diversen Unterarten von Autoritäten und Herleitungen von verschiedenen Freiheitsbegriffen oder der zerfallenden Familienstruktur kann in seiner Vollständigkeit abgebildet werden. Von der darauf aufbauenden Analyse des autoritären Charakters bis hin zur bekannten „F-Skala“ von Theodor W. Adorno und Max Horkheimer muss selbst die bis heute vielleicht schärfste Analyse des Antisemitismus, die auf der Theorie des autoritär-masochistischem Charakter von Erich Fromm beruht, an dieser Stelle unerwähnt bleiben, ob ihrer gesellschaftlich-analytischen Schärfe und Aktualität.
Zudem ist an dieser Stelle gerade für die Disziplin der Medienwissenschaften ein Anknüpfungspunkt, wenn es um den Zerfall der patriarchalen Familienstruktur geht und dem damit einhergehend steigende Anteil von Kulturwaren an der Sozialisation der Menschenkinder. Diese funktionieren wiederum (laut kritischer Theorie) nicht selten über „umgekehrte Psychoanalyse“, also Schematisierung, Symbolisierung und Verbildlichung. Nicht nur, dass ein weiterer Filter zwischen die Wahrnehmung der Individuen und der Realität geschoben wird, auch die Schematisierung etc. finden sich beim autoritär-masochistischem Charakter etwa als Unterscheidung zwischen „starken“ und „schwachen“ Autoritäten wieder. Auch längst überwunden geglaubte Mystifizierungen erhalten durch diese Sozialisation eine neue Bedeutung, etwa den kulturindustriellen Waren eingeschriebene „magische Gebrauchswertver-sprechen“ (vergleichbar mit einem Stock, dem die Eigenschaft zugesprochen wird, Regen zu erzeugen).
Das gespannte Verhältnis von Psychoanalyse und kritischer Gesellschaftstheorie ist also keinesfalls eine Kunst ihrer selbst Willen oder ein bloßer Anachronismus. Beide Theoriestränge haben ihr Berechtigung, nur im Spiel miteinander können sie ihre dargelegte Wirkmächtigkeit entfalten. Die von Erich Fromm begründete Theorie des autoritär-masochistischen Charakters ist ein Grundpfeiler der Sozialpsychologie und eine Erweiterung der Psychoanalyse, ebenso wie eine Erweiterung der Polemik von Karl Marx. So ist Fromm dann auch zu verstehen, wenn er von den Kräften der Triebe spricht: „Sie tragen nun nicht mehr dazu bei, die Gesellschaft zu erhalten, sondern sie führen zum Aufbau neuer Gesellschaftsformationen, sie hören gleichsam auf, Kitt zu sein und werden Sprengstoff.“ (Fromm 1989, 57).
Anmerkungen:
2 Im Folgenden das Wort „kritisch“ in der Begrifflichkeit „kritische Theorie“ bewusst klein geschrieben. Dies soll nicht den ideellen Status ausdrücken, sondern deutlich machen, dass es sich bei der kritischen Theorie nicht um eine Theorie unter vielen handelt, sondern um eine Kritik von Theorie und Wissenschaft als Rationalisierungsprozess. Dies äussert sich nicht zuletzt darin, dass sie sich als „Denk-Gestus“ an ihrem Gegenstand entwirft, somit einen dynamischen Charakter hat und sich selbst abschaffen will.
3 Wobei „Natur“ hier und bei Freud etwas ahistorisches, eine bestimmte Gesellschaftsform, vielmehr eine „zweite Natur“ ist, wie im Folgenden noch zu zeigen ist. Gemeint ist die Verabsolutierung dessen, was vorgefunden wird, was nicht nur Gesellschaftsform, sondern jegliche Lebensbereiche einschließt.
4 Dieses Beispiel für „Sicherheit“ soll keinesfalls eine Stände- oder Sklavenhaltergesellschaft glorifizieren, es soll damit nur gezeigt werden welche Folgen die „Freiheit“ mit sich bringt, völlig selbstverantwortlich für seinen Verbleib in der Gesellschaft zu sein.
5 „Rasse“ als auch „Geschlecht“ sind hierbei als imaginierte Zuschreibungen des autoritär-masochistischen Charakters an sich selbst zu sehen, nicht als objektive Kategorien.
4.1) Literaturverzeichnis
Adorno, Theodor W. (1997a): „Gesellschaft“. In: ders.: Soziologische Schriften I. Frankfurt/Main: o.A., S. 9-19.
Adorno, Theodor W. (1997b): „Zum Verhältnis von Soziologie und Psychologie“. In: Ders.: Soziologische Schriften I. Frankfurt/Main: o.A., S. 95-135.
Bruhn, Joachim (2003): „Adornos Messer: Über die materialistische Kritik der politischen Ökonomie und die theoretische Praxis der linken Intellektuellen“. In: Institut für Sozialkritik. URL: http://www.ca-ira.net/isf/beitraege/bruhn-adorno.html, 31.11.2009.
Freud, Sigmund (1999): „Das Unbehagen in der Kultur“. In: Ders: Gesammelte Werke aus den Jahren 1925-1931. Frankfurt/Main: o.A., S. 421-506.
Freud, Sigmund (2007a): „Massenpsychologie und Ich-Analyse“. In: Ders.: Massenpsychologie und Ich-Analyse/Die Zukunft einer Illusion. 8. Aufl. Frankfurt/M.: Fischer, S. 32-105.
Freud, Sigmund (2007b): „Die Zukunft einer Illusion“. In: Ders.: Massenpsychologie und Ich-Analyse/Die Zukunft einer Illusion. 8. Aufl. Frankfurt/M.: Fischer, S. 108-158.
Fromm, Erich (1987): „Theoretische Entwürfe über Autorität und Familie. Sozialpsychologischer Teil“. In: Horkeimer, Max (Hg.): Studien über Autorität und Familie: Forschungsbericht aus dem Institut für Sozialforschung. 2. Aufl. Lüneburg: Dietrich zu Klampen, S. 77-135.
Fromm, Erich (1989): Über Methode und Aufgabe einer Analytischen Sozialpsychologie. In: Erich Fromm: Gesamtausgabe Bd. 1. München: o.A.
Fromm, Erich (1993): „Psychologie für Nichtpsychologen“. In: Schultz, Hans Jürgen (Hg.): Erich Fromm: Über die Liebe zum Leben. 6.Aufl. München, dtv.
Fromm, Erich (2008): Die Furcht vor der Freiheit. 14. Aufl. München, dtv.
Heinrich, Michael (2005): Kritik der politischen Ökonomie: Eine Einführung. 3. Aufl. Stuttgart: Schmetterling Verlag.
Kurz, Robert (2002): Schwarzbuch Kapitalismus: Ein Abgesang auf die Marktwirtschaft. 2. Aufl. Frankfurt/Main: Ullstein.
Marx, Karl (1973): Das Kapital: Erster Band. Berlin: Dietz Verlag.
Radonic, Ljiljana (2006): „Psychopathologie der Normalität. Die Bedeutung der Psychoanalyse für die kritische Theorie“. In: Grigat, Stephan (Hg.): Feindaufklärung und Reeducation: Kritische Theorie gegen Postnazismus und Islamismus. Freiburg: ca ira, S. 79-98.
Wehr, Helmut (1990): Erich Fromm zur Einführung. Junius Verlag, Hamburg.
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