Nein, veröffentlichen deutsche Rap-Combos - schlimmstenfalls noch aus Berlin - ein Album, so ist dies aus nachvollziehbaren Gründen in der Regel kein Anlass für den hiesigen Blätterwald sich mit diesen Werken zu beschäftigen. Lediglich im Rahmen von periodisch aufflackernden Gewaltdiskussionen und im Schatten von Killerspielen werden derartige Diskussionen über Rap-Texte in den Kulturteilen geführt. Doch das Feuilleton hat eine neue Lieblingsband. Die Berliner Rap-Combo „K.I.Z.“ werden mit Lob überschüttet, als Gegenpol zum Plattitüden Rap dargestellt, der „ironische Subtext“ ( DIE ZEIT: http://www.zeit.de/2007/35/KIZ-Rapp ) wird ebenso betont wie das Wissen der Band um ihre „politische und gesellschaftliche Verantwortung“ ( Frankfurter Rundschau: http://www.fr-online.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/musik/?em_cnt=1... ). Auch die Zielgruppe scheint sich verschoben zu haben, zumindest ist zur Gruppe der Unterschichtler mit dem übersteigerten Ego auch noch die Zielgruppe der letzten linken Studenten und Mittelschicht-Kids mit hohem moralischem Selbstanspruch und ebenfalls übersteigertem Ego dazugekommen - davon jedenfalls zeugen diverse Diskussionen und Besprechungen von „K.I.Z.“ in den jeweiligen Sphären der Blogszene.
Recent comments
8 weeks 5 days ago
24 weeks 3 days ago
39 weeks 6 days ago
44 weeks 6 days ago
45 weeks 4 hours ago
45 weeks 4 hours ago
45 weeks 4 hours ago
49 weeks 21 hours ago
50 weeks 12 hours ago
50 weeks 13 hours ago