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Cultural Studies

Stabilität der Instabilität - Die Musik von "K.I.Z."

Nein, veröffentlichen deutsche Rap-Combos - schlimmstenfalls noch aus Berlin - ein Album, so ist dies aus nachvollziehbaren Gründen in der Regel kein Anlass für den hiesigen Blätterwald sich mit diesen Werken zu beschäftigen. Lediglich im Rahmen von periodisch aufflackernden Gewaltdiskussionen und im Schatten von Killerspielen werden derartige Diskussionen über Rap-Texte in den Kulturteilen geführt. Doch das Feuilleton hat eine neue Lieblingsband. Die Berliner Rap-Combo „K.I.Z.“ werden mit Lob überschüttet, als Gegenpol zum Plattitüden Rap dargestellt, der „ironische Subtext“ ( DIE ZEIT: http://www.zeit.de/2007/35/KIZ-Rapp ) wird ebenso betont wie das Wissen der Band um ihre „politische und gesellschaftliche Verantwortung“ ( Frankfurter Rundschau: http://www.fr-online.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/musik/?em_cnt=1... ). Auch die Zielgruppe scheint sich verschoben zu haben, zumindest ist zur Gruppe der Unterschichtler mit dem übersteigerten Ego auch noch die Zielgruppe der letzten linken Studenten und Mittelschicht-Kids mit hohem moralischem Selbstanspruch und ebenfalls übersteigertem Ego dazugekommen - davon jedenfalls zeugen diverse Diskussionen und Besprechungen von „K.I.Z.“ in den jeweiligen Sphären der Blogszene.

Das Glücksversprechen von Casting-Shows

von H. Götte

1.1 Einleitung

Casting-Shows sind seit dem Start der Sendung „Popstars“, Ende 2000, ein fester Bestandteil im Programm der deutschen Fernsehsender. Seitdem haben sich die Formate ausdifferenziert und weiterentwickelt, insbesondere nach der ersten Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“, die ab Ende 2002 ausgestrahlt wurde, gab es einen regelrechten „Boom“ derartiger Shows. Aber auch die immer wiederkehrende Wiederholungen der Shows mit lediglich neuen Kandidaten kann dem „Erfolg“ dieser Formate keinen Abbruch tun.

Die Online Community „4chan.org“ als Beispiel für virtuelle Aneignung

von H. Götte

1) Einleitung

„4chan.org“ ist ein nordamerikanisches Image-Board, auf dem sich in einem bestimmten Unterforum neben eigenen Codes auch eine aktive Nutzerkultur heraugebildet hat. Aktiv meint hier z. B. spontan auftretende Einfälle hunderter Benutzer auf anderen Webseiten, mit dem Ziel diese zu stören.
Neben einer möglichst genauen Darstellung dieser Community, die ausser ihrem eigenen Slang auch eine eigene Sprache durch die veröffentlichten Bilder entwickelt hat, soll es um die spontanen Überfälle auf andere Internetseiten (sogenannte „Raids“) gehen. Desweiteren soll versucht werden die Aneignungspraktiken, die auf technologischer und ideeller Ebene stattfinden, herauszuarbeiten und mit Hilfe der Cultural Studies einzuordnen. Hierbei besteht eine wesentliche Schwierigkeit in der Unfassbarkeit dieser virtuellen Community, denn zu den Grundsätzen der Benutzer gehört es anonym zu bleiben und nicht zu verraten wer sich hinter dem Nickname „Anonymous“ verbirgt. Dies macht es schwer allgemein gültige Aussagen zu treffen. Außerdem handelt es sich um eine lose Gemeinschaft, an der jeder teilnehmen kann, der möchte. Über die persönliche Motivation der Teilnehmer und ihre Interessen soll es in dieser Arbeit also weniger gehen, ebenso wie um die sich aktuell gebildete „Anonymous“ Bewegung gegen Scientology. Sie hat ihre Wurzeln zwar auch auf „4chan.org“, jedoch würde eine eingehende Untersuchung den Umfang dieser Arbeit überschreiten.

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