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Medientheorie

Natur und Kultur in Terrence Malicks "The Thin Red Line"

 
Der folgende Text beschäftigt sich mit der Ästhetik von gegenübergestellter Natur und Kultur in Terrence Malicks "The Thin Red Line" und der sich daraus ergebenden problematischen Wahrnehmungsweisen von Gesellschaft.
 
von H. Götte
 
1. Einleitung  
2. The Thin Red Line  
    a. Generelle Einordnung des Werkes
    b. Der Aspekt der Natur 
    c. Der Aspekt der Kultur   
3. Bedeutung dieser Gegenüberstellung  

4. Fazit    
5. Literaturverzeichnis  

Weder Kultur noch Natur


In James Camerons "Avatar" zeigt sich die Ausweglosigkeit ideologischer Denkformen.

"Die Menschen haben aus Gottes schöner Welt ein Bordell gemacht" (Freier in ACCATTONE, Pasolini, Italien 1961)


Das Mündungsfeuer der Waffe hört sich nicht nur verdammt nah an, auch scheint es bis in die zweite Zuschauerreihe zu ragen. Der Soldat, der es abfeuert hingegen, gleicht eher einer jämmerlichen Karikatur seiner selbst, einer Action- Figur aus dem Supermarkt zu Kinderzeiten. Die (gar nicht mal so) neue 3D- Technik des Kinos hat Vorteile und Nachteile, die immensen Investitionskosten dieser Entwicklung noch nicht mal mit eingerechnet. Wie die fast schon obligatorische Handy-Neuerfindung im zwei Jahres Takt, passend zur durchschnittlichen Vertragslaufzeit, so hat auch endlich die seit Jahren nörgelnde Kinoindustrie ein neues Alleinstellungsmerkmal, eine Form stofflicher Gebrauchswert, der (noch) nicht die Datenautobahnen als "Schwarzkopie" entlang gleiten kann. Selbstverständlich ist schon aus Gründen der Konkurrenz diese Besonderheit zum Scheitern verurteilt, die ersten "echten" 3D Fernseher bereits für das Frühjahr 2010 angekündigt.

Was James Cameron unter dem Namen "Avatar - Aufbruch nach Pandora" abgedreht hat kann unter diesem Gesichtspunkt vielmehr als der neue, animierte Handy-Hintergrund betrachtet werden, denn als Ausdruck einer neuen schöpferischen Tätigkeit. Und so war es für niemanden überraschend, dass "Avatar" ganz nett anzuschauen ist, aber nicht zuletzt aufgrund der dünnen Story über eine "wahrscheinlich sehr erfolgreiche technische Fußnote der Filmgeschichte" (Jungle World, http://jungle-world.com/artikel/2009/51/40038.html) nicht hinauskommt. Soweit, so langweilig. Es scheint klar zu sein, dass in einem derartigen Film schon aus Zielgruppengründen Themen der Mittelschicht

Stabilität der Instabilität - Die Musik von "K.I.Z."

Nein, veröffentlichen deutsche Rap-Combos - schlimmstenfalls noch aus Berlin - ein Album, so ist dies aus nachvollziehbaren Gründen in der Regel kein Anlass für den hiesigen Blätterwald sich mit diesen Werken zu beschäftigen. Lediglich im Rahmen von periodisch aufflackernden Gewaltdiskussionen und im Schatten von Killerspielen werden derartige Diskussionen über Rap-Texte in den Kulturteilen geführt. Doch das Feuilleton hat eine neue Lieblingsband. Die Berliner Rap-Combo „K.I.Z.“ werden mit Lob überschüttet, als Gegenpol zum Plattitüden Rap dargestellt, der „ironische Subtext“ ( DIE ZEIT: http://www.zeit.de/2007/35/KIZ-Rapp ) wird ebenso betont wie das Wissen der Band um ihre „politische und gesellschaftliche Verantwortung“ ( Frankfurter Rundschau: http://www.fr-online.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/musik/?em_cnt=1... ). Auch die Zielgruppe scheint sich verschoben zu haben, zumindest ist zur Gruppe der Unterschichtler mit dem übersteigerten Ego auch noch die Zielgruppe der letzten linken Studenten und Mittelschicht-Kids mit hohem moralischem Selbstanspruch und ebenfalls übersteigertem Ego dazugekommen - davon jedenfalls zeugen diverse Diskussionen und Besprechungen von „K.I.Z.“ in den jeweiligen Sphären der Blogszene.

Klarmachen zum Kentern - Was will eigentlich die Piratenpartei?

Eigentlich war es ja nur eine Frage der Zeit bis es die Piratenpartei geben musste. Eine Frage genau der Zeit, bis ihre Jünger aus den „gulli“ und „4chan“ Foren, aus der „warez-scene“ und den „peer2peer“ Netzwerken alt genug waren um ihre Forderungen an die Gesellschaft in vernünftige Sätzen zu kleiden und mit Brief und Siegel statt mit anonymen Mausklicks während der Nachtstunden zu vertreten. Eine Generation also, die Ende der neunziger Jahre mit statischen HTML-Seiten ihre Jugend begann, den Wechsel zu DSL als „Revolution“ erlebte und heute zu den „Hardcore“-Usern des Web 2.0 zu zählen ist.

Das Glücksversprechen von Casting-Shows

von H. Götte

1.1 Einleitung

Casting-Shows sind seit dem Start der Sendung „Popstars“, Ende 2000, ein fester Bestandteil im Programm der deutschen Fernsehsender. Seitdem haben sich die Formate ausdifferenziert und weiterentwickelt, insbesondere nach der ersten Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“, die ab Ende 2002 ausgestrahlt wurde, gab es einen regelrechten „Boom“ derartiger Shows. Aber auch die immer wiederkehrende Wiederholungen der Shows mit lediglich neuen Kandidaten kann dem „Erfolg“ dieser Formate keinen Abbruch tun.

‘Saló‘ und ‚Shivers‘ - ein Vergleich

von H. Götte

1.1 Einleitung

Dieser Vergleich soll sich primär mit der inhaltlichen Ausrichtung der Filme beschäftigen und ästhetische Aspekte nur berücksichtigen, wenn sie der inhaltlichen Analyse dienlich sind. Die zentrale Frage dabei ist die nach einer inhaltlichen Verknüpfung beider Filme bezüglich des Verhältnisses von Macht, Sexualität und (gesellschaftlicher) Herrschaft, sowie im Umkehrschluss die Frage nach menschlicher Freiheit und welche Kritik daran in den Filmen thematisiert wird.
Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Beziehung zwischen Sexualität und Gewalt ein häufiges Motiv in Spielfilmen ist. Im Gegensatz zu anderen Filmen jedoch ist Sexualität bei „Saló“ und „Shivers“ das zentrale Moment der Unterdrückung, bzw. der menschlichen Emanzipation. Diese asymmetrische Funktion des jeweils inneren Zusammenhangs von Sexualität, Gewalt und Unfreiheit macht „Saló“ und „Shivers“ scheinbar vergleichbar und diesen Vergleich zudem interessant und relevant. Ausserdem handelt es sich bei beiden Filmen um völlig verschiedene Genres. Während Pasolini als etablierter Künstler weitgehend unabhängig einen Kunstfilm geschaffen hat, musste David Cronenberg bei seiner ersten Langfilm Produktion den Umweg einer B-Movie Produktion gehen und war auf das begrenzte Budget einer Softporno Firma angewiesen.
Um sich nun einem inhaltlichen Vergleich und der Frage nach Verknüpfung von Sexualität, Gewalt und menschlicher Freiheit zu nähern wird es nach einer kurzen Einordnung beider Filme um die jeweilige Herausarbeitung des inneren Zusammenhangs dieser grundlegenden Kategorien gehen um diese dann zwischen beiden Filmen in Beziehung zu setzen. Hierbei ist es unerlässlich auch Deutungsmöglichkeiten mit einzubeziehen. Aus Gründen der Komplexität, die die Größenordnung dieser Arbeit sprengen würde, wird auf ästhetische Analysen dabei weitgehend verzichtet und lediglich am Rande zur besonderen Hervorhebung einzelner Aspekte zurückgegriffen.

2.1 Einordnung der Werke

Die Online Community „4chan.org“ als Beispiel für virtuelle Aneignung

von H. Götte

1) Einleitung

„4chan.org“ ist ein nordamerikanisches Image-Board, auf dem sich in einem bestimmten Unterforum neben eigenen Codes auch eine aktive Nutzerkultur heraugebildet hat. Aktiv meint hier z. B. spontan auftretende Einfälle hunderter Benutzer auf anderen Webseiten, mit dem Ziel diese zu stören.
Neben einer möglichst genauen Darstellung dieser Community, die ausser ihrem eigenen Slang auch eine eigene Sprache durch die veröffentlichten Bilder entwickelt hat, soll es um die spontanen Überfälle auf andere Internetseiten (sogenannte „Raids“) gehen. Desweiteren soll versucht werden die Aneignungspraktiken, die auf technologischer und ideeller Ebene stattfinden, herauszuarbeiten und mit Hilfe der Cultural Studies einzuordnen. Hierbei besteht eine wesentliche Schwierigkeit in der Unfassbarkeit dieser virtuellen Community, denn zu den Grundsätzen der Benutzer gehört es anonym zu bleiben und nicht zu verraten wer sich hinter dem Nickname „Anonymous“ verbirgt. Dies macht es schwer allgemein gültige Aussagen zu treffen. Außerdem handelt es sich um eine lose Gemeinschaft, an der jeder teilnehmen kann, der möchte. Über die persönliche Motivation der Teilnehmer und ihre Interessen soll es in dieser Arbeit also weniger gehen, ebenso wie um die sich aktuell gebildete „Anonymous“ Bewegung gegen Scientology. Sie hat ihre Wurzeln zwar auch auf „4chan.org“, jedoch würde eine eingehende Untersuchung den Umfang dieser Arbeit überschreiten.

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