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Ökonomie

Weder Kultur noch Natur


In James Camerons "Avatar" zeigt sich die Ausweglosigkeit ideologischer Denkformen.

"Die Menschen haben aus Gottes schöner Welt ein Bordell gemacht" (Freier in ACCATTONE, Pasolini, Italien 1961)


Das Mündungsfeuer der Waffe hört sich nicht nur verdammt nah an, auch scheint es bis in die zweite Zuschauerreihe zu ragen. Der Soldat, der es abfeuert hingegen, gleicht eher einer jämmerlichen Karikatur seiner selbst, einer Action- Figur aus dem Supermarkt zu Kinderzeiten. Die (gar nicht mal so) neue 3D- Technik des Kinos hat Vorteile und Nachteile, die immensen Investitionskosten dieser Entwicklung noch nicht mal mit eingerechnet. Wie die fast schon obligatorische Handy-Neuerfindung im zwei Jahres Takt, passend zur durchschnittlichen Vertragslaufzeit, so hat auch endlich die seit Jahren nörgelnde Kinoindustrie ein neues Alleinstellungsmerkmal, eine Form stofflicher Gebrauchswert, der (noch) nicht die Datenautobahnen als "Schwarzkopie" entlang gleiten kann. Selbstverständlich ist schon aus Gründen der Konkurrenz diese Besonderheit zum Scheitern verurteilt, die ersten "echten" 3D Fernseher bereits für das Frühjahr 2010 angekündigt.

Was James Cameron unter dem Namen "Avatar - Aufbruch nach Pandora" abgedreht hat kann unter diesem Gesichtspunkt vielmehr als der neue, animierte Handy-Hintergrund betrachtet werden, denn als Ausdruck einer neuen schöpferischen Tätigkeit. Und so war es für niemanden überraschend, dass "Avatar" ganz nett anzuschauen ist, aber nicht zuletzt aufgrund der dünnen Story über eine "wahrscheinlich sehr erfolgreiche technische Fußnote der Filmgeschichte" (Jungle World, http://jungle-world.com/artikel/2009/51/40038.html) nicht hinauskommt. Soweit, so langweilig. Es scheint klar zu sein, dass in einem derartigen Film schon aus Zielgruppengründen Themen der Mittelschicht

Klarmachen zum Kentern - Was will eigentlich die Piratenpartei?

Eigentlich war es ja nur eine Frage der Zeit bis es die Piratenpartei geben musste. Eine Frage genau der Zeit, bis ihre Jünger aus den „gulli“ und „4chan“ Foren, aus der „warez-scene“ und den „peer2peer“ Netzwerken alt genug waren um ihre Forderungen an die Gesellschaft in vernünftige Sätzen zu kleiden und mit Brief und Siegel statt mit anonymen Mausklicks während der Nachtstunden zu vertreten. Eine Generation also, die Ende der neunziger Jahre mit statischen HTML-Seiten ihre Jugend begann, den Wechsel zu DSL als „Revolution“ erlebte und heute zu den „Hardcore“-Usern des Web 2.0 zu zählen ist.

Das Glücksversprechen von Casting-Shows

von H. Götte

1.1 Einleitung

Casting-Shows sind seit dem Start der Sendung „Popstars“, Ende 2000, ein fester Bestandteil im Programm der deutschen Fernsehsender. Seitdem haben sich die Formate ausdifferenziert und weiterentwickelt, insbesondere nach der ersten Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“, die ab Ende 2002 ausgestrahlt wurde, gab es einen regelrechten „Boom“ derartiger Shows. Aber auch die immer wiederkehrende Wiederholungen der Shows mit lediglich neuen Kandidaten kann dem „Erfolg“ dieser Formate keinen Abbruch tun.

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