Ist die Technikhörigkeit des Alltagsverstandes heutzutage aus rational-instrumentellen Gründen zumindest nachzuvollziehen, so ist die Verklärung dieser Technik zu einem neuen revolutionärem Subjekt, zu einer über den Menschen stehenden Macht mit der Potenz zur Weltverbesserung allerunvernünftigste Ideologie.
Theodor W. Adorno wusste schon vor der Erfindung des Internets, Wikileaks und Privatfernsehen, dass die Menschen geneigt sind "...die Technik für die Sache selbst, für Selbstzweck, für eine Kraft eigenen Wesens zu halten und darüber zu vergessen, daß sie der verlängerte Arm der Menschen ist. Die Mittel - und Technik ist ein Inbegriff von Mitteln zur Selbsterhaltung der Gattung Mensch - werden fetischisiert, weil die Zwecke - ein menschenwürdiges Leben - verdeckt und vom Bewußstsein der Menschen abgeschnitten sind." (1)
Diese Seite versteht sich diesem Verständnis folgend als Denunziation solcher Ontologisierungen und versucht gleichsam den Gegenstand dennoch ernst zu nehmen, auch wenn das nicht immer gelingt.
Adorno, Theodor W. (2003). "Erziehung nach Auschwitz" in Kulturkritik und Gesellschaft II.
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